JAZZKELLER – AM 21. Februar: „HOTEL BOSSA NOVA“

 

 

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HOTEL BOSSA NOVA

Mit einzigartigen, zum Teil selbst komponierten, Bossa-Nova-Rhythmen verzaubert die Wiesbadener Band „Hotel Bossa Nova“ sein Publikum.

Nun ist dieses Quartett endlich auch in unserer Stadt zu erleben!

„Ich freue mich schon wirklich sehr auf diesen Auftritt in Bad Kreuznach“, so Sängerin Liza da Costa im Gespräch mit den KreuznacherNachrichten.de.

An ihren letzten Auftritt hier kann sich die charmante Sängerin nur noch vage erinnern. Kein Wunder, denn das war 1998, als sie mit der Originalformation „Capt´n Jack“ in der Konrad-Frey-Halle auftrat.

Diese Art von Musik hat Liza da Costa aber schon längst hinter sich gelassen, doch lieferte sie schon damals einen Beweis ihrer beeindruckenden Stimme, die es nun wieder zu genießen gilt …  (Rolf Müller)


HOTEL BOSSA NOVA
sind:
Liza da Costa – gesang

Tillmann Höhn  gitarre
Alex Sonntag – bass
Wolfgang Stamm -drums

www.hotelbossanova.com
www.jazzinitiative-kreuznach.de

Kartenvorverkauf: Musikhaus Engelmayer,
Mühlenstr.1, Tel.0671-32268

Sängerin Liza da Costa

„Na Meia Luz“
In den vergangenen zwei Jahren waren Hotel Bossa Nova sehr viel im deutschen Sprachraum unterwegs, spielten weit über einhundert Konzerte zwischen dem nördlichen Kiel bis ins schweizerische Bern.

Die vielen Konzerte helfen der Band an ihren Songs zu feilen und ihren eigenen Bossa Nova Stil
voranzutreiben indem auch die portugiesischen Wurzeln von Sängerin Liza da Costa einen prägnanten Widerhall finden.

Diese Erfahrungen, die Interaktionen auf Konzertbühnen, brachte das Quartett im Frühsommer für die Produktion einer neuen CD mit ins Studio. Dort nahmen Hotel Bossa Nova erstmals ohne jegliche Overdubs auf, alles wurde live und ungekünstelt gespielt.

Ein Wagnis das funktionierte, nun zu hören auf dem verblüffend harmonischen Album „Na Meia Luz“ (Dämmerung).

Die neun Stücke auf „Na Meia Luz“ entfalten eine melancholisch anregende Wirkung und gehen nie als beiläufige Hintergrundmusik durch, obwohl sie ebenfalls den perfekt beruhigenden Stoff für verträumte, gefühlvolle Stunden zu zweit bieten.
Denn die sinnlich kraftvolle, angenehm raue Stimme der portugiesisch-indischen Sängerin Liza da Costa schmiegt sich zärtlich an lyrisch ausdrucksstarke Bossa-Nova-Melodien der berührend spielenden Instrumentalisten Wolfgang Stamm (Drums), Alexander Sonntag (Bass) und Tillmann
Höhn (Gitarre).

Der Name Hotel Bossa Nova kann auch eine Last sein, wenn manche damit Loungeklänge, Caipirinha an der Copacabana und ähnliche Klischees verbindet – doch diesem Bild entspricht die Band keinesfalls. Spätestens als die Musiker feststellten, dass sie nicht nur gut zusammen spielen konnten, sondern auch erste eigene Kompositionen und Arrangements funktionierten, bekamen die Vier immer mehr Spaß daran, ihre persönlichen
musikalischen Vorlieben mit Bossa Nova zu verschmelzen.

Inzwischen, nach den Alben „Ao Vivo“, „Supresa“
und „Bossanomia“, auf denen sie ihren Weg der Weiterentwicklung konsequent verfolgten, haben Liza und ihre Kollegen souverän einen neuen eigenständigen Stil kreiert.

Der besteht aus Rio’s melancholischer Bossa Nova der Sechziger, frühe Samba, softe US-amerikanische
Jazzharmonien, etwas Fado aus Lissabon, kurze Flamenco-Zitate, diffizile Rhythmen und sogar mal ein Spritzer Progrock ist dabei – und dazu immer dieser seelentiefe Gesang von Liza da Costa. „Zum ersten Mal fühle ich mich wohl mit einem unserer Alben. Meist bin ich sehr selbstkritisch, aber jetzt empfinde es ich so etwas wie Zufriedenheit“, formuliert Liza überzeugend.

Jede der neun Eigenkompositionen ist ausgereift, rund und besitzt eine frische berückende Aura. Nie ist ein Song überarrangiert, vielmehr werden die akustischen Instrumente inspiriert und genau richtig akzentuiert gespielt.

Daraus ergibt sich das transparente und sehr warme Klangbild der Aufnahmen.
Da ist gleich der wunderschöne Opener „Feminina“, ein sanft gesungener Song voller Charme, zum Verlieben, dessen lockende Rhythmen und die fast meditativ wiederholenden Gitarrenakkorde wohlig warme Schauer auf
der Haut erzeugen.

„Dein Gesicht wird Dir geschenkt, aber Lächeln musst Du selber“, singt Liza mit einfühlsam
markanter Stimme. Den samtenen brasilianischen Ton musste sie sich allerdings erst einmal angewöhnen, denn „….wir Portugiesen haben einen eher harten Akzent, die brasilianische Aussprache ist dagegen weich und irgendwie immer interessant.

Ich glaube inzwischen habe ich aber einen guten Mittelweg zwischen Portugiesisch und dem brasilianischen Ausdruck gefunden.“

In „Rapidamente“ geht es um das Ende einer Beziehung nach einem Fehltritt. Sie packt die Koffer und nimmt die nächste Fähre, nur weg von ihm. Hier und mit „Liberdade“, einem nachdenklichen Stück über das Trugbild persönlicher Freiheit in unserem System, hört man Lieder, die vielleicht als typische Kompositionen von Hotel Bossa Nova gelten können, verfügen sie doch über fesselnde, dabei nie vordergründig aufdringliche Melodien.

Und die weisen derart hinreißend verspielte Zwischentöne auf, durch die diese luftige Leichtigkeit der Stücke vortrefflich akzentuiert wird. Dieses verblüffend Mühelose in ihrer Musik ist dann auch so etwas wie das Markenzeichen der in Wiesbaden lebenden Band.

Einen weiteren Höhepunkt liefern Hotel Bossa Nova mit „Saudade“ (Wehmut – übrigens eines der oft
behandelten Themen im Bossa Nova). Musikalisch wieder sehr rhythmisch, wobei diesmal, bis auf ein ganz kurzes filigranes Solo des Gitarristen Tilmann Höhn, keiner der Musiker besonders gefeatured wird, alle verzahnen sich stimmig im Kollektiv. Doch der Text erzählt dann eine ganz andere Geschichte: Die Liebe ist vorbei, es bleibt nur das Sehnen, das Leiden im Stillen. „Meine Texte beschreiben oft einen Augenblick, wie beispielsweise das Frühlingserwachen in meiner Straße („Sou Contente“), oder sind der Versuch den Moment
einzufangen, an dem man erkennt, dass man den Richtigen gefunden hat“ („Você“), beschreibt Liza ihre bevorzugten Themen.

„Na Meia Luz“ ist eines dieser vollendeten, reizvoll magischen Alben welches immer und immer wieder gehört werden kann. Es offeriert die zeitgenössische Weiterentwicklung der klassischen Bossa Nova. Denn im
Grundcharakter ihrer Stücke lehnen sich Hotel Bossa Nova, eben wissend um die Musikgeschichte, an João Gilberto’s und Antonio Carlos Jobim’s Hymnen der späten 1950er Jahre. Ähnlich wie diese, bieten auch alle Stücke auf „Na Meia Luz“ ungewöhnliche Harmonien und Synkopen, gespielt mit raffinierter Einfachheit.

Das Bestechende daran ist, das Lieder wie die betörende Ballade „Você“ oder „Skypeando“ mit seiner an Burt Bacharach erinnernden leichten Atmosphäre, fast beiläufig klingen, letztlich aber enorm reich an Klangfarben sind, durchdrungen von ansteckenden Rhythmen und berückender kammermusikalischer Virtuosität der Musiker.

Mit „Na Meia Luz“ und dessen nie introvertierten, dafür höchst unterhaltsamen, wunderbar relaxten und prickelnd raffinierten, melancholischen Bossa-Jazz, jenseits gewohnter Plattitüden, eröffnen Hotel Bossa Nova eine weitere attraktive Episode ihrer Entwicklung, mit der die Formation souverän die eigene Zukunft selbstbewusst vorantreibt.

Hotel Bossa Nova sind reif für eine internationale Karriere. Dafür liefern sie mit „Na Meia Luz“ einen idealen Auftakt, der auf ihrer demnächst beginnenden Asien-Tournee seine Fortsetzung finden wird. (Text: Hotel Bossa Nova)

 

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